6 + 1 Tipps gegen den Fahrermangel

- Author: Henning Grimm

6 + 1 Tipps gegen den Fahrermangel

Sie bewegen die Waren und halten damit die Wirtschaft am Laufen: Ohne Lkw-Fahrer drohen Chaos und Versorgungsengpässe, das zeigt nicht zuletzt der Blick nach England deutlich: Zahlreiche Medien berichteten im Herbst 2021 über leere Regale in den Supermärkten und fehlendes Benzin an den Tankstellen. Auch in Deutschland steht das Thema Fahrermangel auf der Tagesordnung von Verbänden und Politik: Bereits heute fehlen über 80.000 Berufskraftfahrer. Diese Lücke wird in den kommenden Jahren immer größer: Jedes Jahr gehen bundesweit rund 30.000 Berufskraftfahrer in Rente, aber nur 17.000 Berufseinsteiger folgen nach.

Neben Verbänden und Politik sind auch die Unternehmen gefragt, wenn es darum geht, den Fahrerberuf attraktiver zu machen und dem Fahrermangel entgegenzuwirken. Was aber kann man tun?

  • Berufseinstieg verbessern: Ein Lkw-Führerschein kostet mehrere Tausend Euro – eine Investition, die Berufsanfänger und Quereinsteiger kaum Aufbringen können. Warum also nicht als Arbeitgeber die Kosten den Führerschein übernehmen – im Gegenzug für eine vertragliche Bindung an das Unternehmen?
  • Wertschätzung des Arbeitgebers: Investitionen in die Ausbildung ist das eine, gezeigte Wertschätzung das andere: Viele Lkw-Fahrer klagen über fehlenden Respekt und mangelnde Wertschätzung. Pünktliche und faire Bezahlung, ein respektvoller Umgangston und ein offenes Ohr für die Belange der Fahrer sprechen sich auf dem Arbeitsmarkt schnell rum.
  • Arbeitsbedingungen verbessern: Berufskraftfahrer ist ein harter Job, der an die Substanz geht. Zunehmender Zeitdruck, immer mehr Verkehr auf den Straßen und Parkplatznot, die häufig zur Verletzung der Lenk- und Ruhezeiten führt, sind an der Tagesordnung. Auch hier können Unternehmen etwas für die Fahrer tun – beispielsweise durch das Einplanen von Pufferzeiten, die es trotz Staus und Baustellen erlauben, auch mal einen Waschraum aufzusuchen oder einen Kaffee mehr zu trinken.
  • Faire Entlohnung: Auch für Berufskraftfahrer gilt der gesetzliche Mindestlohn von derzeit 9,82 Euro pro Stunde (Stand: Februar 2022). Hat der Fahrer einen Vertrag mit einer 40-Stunden-Woche ergibt sich daraus ein Bruttogehalt von 1.702,10 €. Für dieses Geld ist er täglich unterwegs und häufig von Frau und Kindern getrennt. Viele übernachten unterwegs und haben entsprechend Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Arbeitgeber können diese Kosten durch steuerfreie Spesen und Übernachtungspauschalen auffangen. Und natürlich können auch übertarifliche Löhne gezahlt werden.
  • Investitionen in die Lkw: Lkw ist nicht gleich Lkw: Eine gut ausgestattete Fahrerkabine, die sowohl die Fahr- als auch die Ruhezeiten angenehm gestaltet und Assistenzsysteme, die die Sicherheit erhöhen, erleichtern den Fahrern ihren Alltag. Und sind tatsächlich auch Entscheidungskriterien für oder gegen einen Job.
  • Weiterbildungsmaßnahmen: Auch der Job als Berufskraftfahrer hat sich in den letzten Jahren extrem gewandelt. Stichworte sind hier Digitalisierung, Übernahme- und Abfahrtskontrolle am Fahrzeug sowie Zusatzqualifikationen wie ADR. Weiterbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen können älteren Fahrern und Quereinsteigern die Angst nehmen, den gesteigerten Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden.

Zugegeben, all diese Maßnahmen brauchen zeitlichen Vorlauf. Was also tun, wenn es aktuell brennt? Auch hierfür gibt es einen praxiserprobten Tipp:

  • Auf zertifizierte Frachtführer zurückgreifen: Logistikplattformen wie Trans.eu erlauben es den Usern, nach zuverlässigen Frachtführern zu recherchieren und diese zu kontaktieren. Durch Zertifikate wie beispielsweise TCF Elite gehen die User dabei sicher, zuverlässige und geprüfte Frachtführer zu beauftragen.

Die Zusammenarbeit mit zertifizierten Frachtführern bringt zahlreiche Vorteile und Sicherheiten mit sich:

  • Das Trans.eu-Team verifiziert die Angaben jedes auf der Plattform vertretenen Transportunternehmens und überprüft die Daten regelmäßig entlang der Gültigkeitszyklen der offiziellen Dokumente.
  • Auf der Plattform gibt es darüber hinaus eine Funktion, mit der Speditionen auch solche Unternehmen selbst verwalten können, die nicht in der offenen Frachtführerdatenbank geführt werden.
  • Über die automatische Programmierschnittstelle (API) haben Speditionen vor der Frachtfreigabe direkt aus ihrem TMS Zugriff auf die Daten der Plattform.

Welche weiteren Vorteile digitales Frachtführermanagement hat und wie Sie Ihr digitales TMS optimal damit ergänzen., haben wir für Sie in dem Blog-Beitrag „Integriert und effizient: Digitales Frachtführermanagement direkt aus dem TMS“ für Sie zusammengestellt.